Fotogallerie
Immer wieder lerne ich interessante Menschen kennen oder habe auch die Gelegenheit mit ihnen zusammenzuarbeiten.
Als ich zu Gast bei Aeschbacher war, TV-Aufzeichnung.
Nach einem 3-1/2 stündigen Gespräch mit dem Eishockey CH-Nationalspieler Eric Blum verabschiedete ich mich von ihm am Hauptbahnhof Bern.
Während ich im Zug von Bern nach Winterthur sass, liess ich die Unterhaltung mit Eric Revue passieren.
Ich hatte das Gefühl zwischen der Schweiz und Japan zu stehen. Eric`s bescheidene und zugleich nachdenkliche Art war schon nach wenigen Gesprächsminuten spürbar. Er liess seinen Gefühlen freien Lauf und erzählte mir ausgiebig über persönliche Erfahrungen aus seiner zweiten Heimat, Japan.
Wie erlebst Du als professioneller Wintersportler Deine jeweiligen Sommerferien in Japan, im brütend heissen Sommermonat Juli?
Als Eishockeyspieler habe ich jeweils zwei Wochen nach und zwei Wochen vor der Saison Ferien. Meinen Urlaub in Japan plane ich immer im Sommer, wenn die Hitze ihren Höhepunkt erreicht hat. Ich mag die Sonne und warmes Wetter, auch wenn es im Monat Juli wirklich sehr heiss ist.
Aber auch in Japan gibt es genug Möglichkeiten sich abzukühlen.
Als Wintersportler bin ich eher der Sommertyp (lacht).
Schmelzen Deine Schweizer Gedanken, wenn Du dich jeweils im sommerlichen Japan befindest?
Wenn ich in Japan einreise fühle ich mich zu Hause, wie wenn ich in der Schweiz ankomme. Es ist ein anderes Land, ich spreche eine andere Sprache und die Kultur ist nicht mit der Schweiz zu vergleichen.
Wenn ich dort bin, dann lebe ich Japan. Die Menschen, das Essen, die Kunst und Natur inspirieren mich immer sehr. So wie in der Schweiz, fühle ich mich auch in Japan sehr wohl.
Auch wenn die kulturellen Unterschiede nicht grösser sein könnten, gibt es für Dich persönlich dennoch Parallelen zwischen der Schweiz und Japan?
Ja natürlich, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sind im alltäglichen Leben beider Länder sehr zentral. Der Schweizer „Kantönligeist“ gleicht dem japanischen „Präfektur-Denken“, jeder Kanton und jede
Präfektur hat seine eigenen Traditionen und Spezialitäten.
Ach ja, ich trinke gerne Rivella und Calpis, beide Getränke sind sich in der Substanz ähnlich (lacht).
Während ich zu Fuss durch Japan ging durchquerte ich die Stadt Kitakyushu mitten durch die Gemeinde Kokura, das ist doch der Heimatort Deiner Mutter? Besuchst Du Kokura jedes Mal wenn Du in Japan bist?
Ja, jedes Mal. Ich bin jetzt 29 Jahre alt und schon über dreissig Mal habe ich den Wohnort meiner Grosseltern in Kokurakita-ku besucht. Seit meiner Geburt, mit Ausnahme von einem Jahr war ich jährlich mind. einmal zu Besuch in Kokura. Dank meiner Mutter spreche ich fliessend Japanisch und kann mich unbeschwert mit meinen Verwandten unterhalten. Die Sprache ist der Schlüssel für die immer noch bestehenden Beziehungen zu meinen Verwandten.
Meine Grossmutter lebt nicht mehr. Aber meinen Grossvater mit 103 Jahren habe ich auch diesen Sommer im Altersheim in Nuki besucht, ein Ort, wo das Wasser besonders gut ist und es auch Onsen (Thermalbad) gibt.
Wie immer, war es auch dieses Jahr ein unvergessliches Wiedersehen und umso trauriger natürlich der Abschied. Ich habe grosse Achtung vor meinem Grossvater. Ein Mann, der schwierige Zeiten durchlebte, nie aufgab und bis ins hohe Alter seiner Arbeit nachging.
An was erinnerst Du Dich gerne während Deiner vielen Besuche in Kokura?
An die Ferien im Hause meiner Grosseltern. Tage, die ich zu Lebzeiten nicht mehr vergessen werde. Das selbstgebaute Haus meines Grossvaters, ein Eigenheim mit charakteristischem Aussehen und die frischduftenden Früchte beim Eingang, sind immer noch so präsent, als ob ich erst gestern dort war.
Meine fürsorgliche Grossmutter, die immer mit viel Leidenschaft und Liebe kochte und mein Grossvater, der steht`s für die beste Unterhaltung sorgte. Ja, ich erinnere mich noch gut, wie ich zusammen mit meinem Grossvater zeichnete. Wie er vorgetäuscht hat, nicht mehr zu wissen, wie die Beine eines Elefanten aussahen und absichtlich Pferdebeine zeichnete, das war lustig, wenn ich mich noch heute an diesen Moment erinnere muss ich lachen. Mein Grossvater war ein begabter Maler und zugleich Shodo-Künstler (Kaligrafie). Zur Geburt meiner Schwester malte er ein wunderschönes Bild, welches
jetzt bei ihr in der Wohnung hängt. Bei jedem Besuch bestaune ich es und würde mich sehr glücklich schätzen, wenn ich auch ein Bild von ihm hätte. Das Essen war und ist in unserer Familie immer noch sehr zentral, mein Onkel und ältester Cousin sind zwei hervorragende Köche. Beide sind sehr kreativ und haben mir schon so manches in der Küche beigebracht. Die Zeit im Restaurant meines Onkels ist immer sehr speziell, auch diesen Sommer durfte ich wieder seine kulinarischen Künste geniessen.
Wie hast Du diesmal Deine Sommerferien in Japan erlebt, hast du auch noch andere Ortschaften besucht?
Nach dem Besuch in Kokura traf ich mich mit meinen Freunden. Wir reisten zusammen nach Yakushima, eine Insel südlich von Kagoshima. Ein Naturparadies, wie man es sich nur von Fotobüchern gewohnt ist, einfach wunderschön. Nicht umsonst ist diese Insel ein UNESCO-Weltnaturerbe. Die ältesten Zedernwälder der Welt (Yakusugi Wald), Wasserfälle, und heisse Quellen liessen mich die Zeit vergessen – es war ein spezielles Erlebnis in den Flüssen zu baden. Eine vierstündige Wanderung (Shiratani Trail) bis zum Taikoiwa Berg, von wo man über ganz Yakushima sehen konnte und der Sternenhimmel, wie ich es noch nie beobachtet habe, sorgten für eine unvergessliche Ferienstimmung.
Dazu kam noch, dass wi r in der Dämmerung am Strand von Nagata die Schildkröten beim Eierlegen beobachten konnten, das war wirklich sehr eindrücklich. Übrigens, die Insel Yakushima kennt man auch wegen des Anime-Erfolg „Prinzessin Mononoke“ von Hayao Miyazaki. Nach dem Insel-Aufenthalt ging es dann mit dem Shinkansen nach Tokyo. Vom Zwischenhalt in Hiroshima kann ich aus meiner Sicht nur Trauriges berichten. Bilder und Berichte liessen mich zu Tränen rühren… Die letzten Ferientage verbrachte ich mit meinen Verwandten und Bekannten in Tokyo.
Wie erlebst Du als professioneller Wintersportler Deine jeweiligen Sommerferien in Japan, im brütend heissen Sommermonat Juli?
Als Eishockeyspieler habe ich jeweils zwei Wochen nach und zwei Wochen vor der Saison Ferien. Meinen Urlaub in Japan plane ich immer im Sommer, wenn die Hitze ihren Höhepunkt erreicht hat. Ich mag die Sonne und warmes Wetter, auch wenn es im Monat Juli wirklich sehr heiss ist.
Aber auch in Japan gibt es genug Möglichkeiten sich abzukühlen.
Als Wintersportler bin ich eher der Sommertyp (lacht).
Schmelzen Deine Schweizer Gedanken, wenn Du dich jeweils im sommerlichen Japan befindest?
Wenn ich in Japan einreise fühle ich mich zu Hause, wie wenn ich in der Schweiz ankomme. Es ist ein anderes Land, ich spreche eine andere Sprache und die Kultur ist nicht mit der Schweiz zu vergleichen.
Wenn ich dort bin, dann lebe ich Japan. Die Menschen, das Essen, die Kunst und Natur inspirieren mich immer sehr. So wie in der Schweiz, fühle ich mich auch in Japan sehr wohl.
Auch wenn die kulturellen Unterschiede nicht grösser sein könnten, gibt es für Dich persönlich dennoch Parallelen zwischen der Schweiz und Japan?
Ja natürlich, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sind im alltäglichen Leben beider Länder sehr zentral. Der Schweizer „Kantönligeist“ gleicht dem japanischen „Präfektur-Denken“, jeder Kanton und jede
Präfektur hat seine eigenen Traditionen und Spezialitäten.
Ach ja, ich trinke gerne Rivella und Calpis, beide Getränke sind sich in der Substanz ähnlich (lacht).
Während ich zu Fuss durch Japan ging durchquerte ich die Stadt Kitakyushu mitten durch die Gemeinde Kokura, das ist doch der Heimatort Deiner Mutter? Besuchst Du Kokura jedes Mal wenn Du in Japan bist?
Ja, jedes Mal. Ich bin jetzt 29 Jahre alt und schon über dreissig Mal habe ich den Wohnort meiner Grosseltern in Kokurakita-ku besucht. Seit meiner Geburt, mit Ausnahme von einem Jahr war ich jährlich mind. einmal zu Besuch in Kokura. Dank meiner Mutter spreche ich fliessend Japanisch und kann mich unbeschwert mit meinen Verwandten unterhalten. Die Sprache ist der Schlüssel für die immer noch bestehenden Beziehungen zu meinen Verwandten.
Meine Grossmutter lebt nicht mehr. Aber meinen Grossvater mit 103 Jahren habe ich auch diesen Sommer im Altersheim in Nuki besucht, ein Ort, wo das Wasser besonders gut ist und es auch Onsen (Thermalbad) gibt.
Wie immer, war es auch dieses Jahr ein unvergessliches Wiedersehen und umso trauriger natürlich der Abschied. Ich habe grosse Achtung vor meinem Grossvater. Ein Mann, der schwierige Zeiten durchlebte, nie aufgab und bis ins hohe Alter seiner Arbeit nachging.
An was erinnerst Du Dich gerne während Deiner vielen Besuche in Kokura?
An die Ferien im Hause meiner Grosseltern. Tage, die ich zu Lebzeiten nicht mehr vergessen werde. Das selbstgebaute Haus meines Grossvaters, ein Eigenheim mit charakteristischem Aussehen und die frischduftenden Früchte beim Eingang, sind immer noch so präsent, als ob ich erst gestern dort war.
Meine fürsorgliche Grossmutter, die immer mit viel Leidenschaft und Liebe kochte und mein Grossvater, der steht`s für die beste Unterhaltung sorgte. Ja, ich erinnere mich noch gut, wie ich zusammen mit meinem Grossvater zeichnete. Wie er vorgetäuscht hat, nicht mehr zu wissen, wie die Beine eines Elefanten aussahen und absichtlich Pferdebeine zeichnete, das war lustig, wenn ich mich noch heute an diesen Moment erinnere muss ich lachen. Mein Grossvater war ein begabter Maler und zugleich Shodo-Künstler (Kaligrafie). Zur Geburt meiner Schwester malte er ein wunderschönes Bild, welches
jetzt bei ihr in der Wohnung hängt. Bei jedem Besuch bestaune ich es und würde mich sehr glücklich schätzen, wenn ich auch ein Bild von ihm hätte. Das Essen war und ist in unserer Familie immer noch sehr zentral, mein Onkel und ältester Cousin sind zwei hervorragende Köche. Beide sind sehr kreativ und haben mir schon so manches in der Küche beigebracht. Die Zeit im Restaurant meines Onkels ist immer sehr speziell, auch diesen Sommer durfte ich wieder seine kulinarischen Künste geniessen.
Wie hast Du diesmal Deine Sommerferien in Japan erlebt, hast du auch noch andere Ortschaften besucht?
Nach dem Besuch in Kokura traf ich mich mit meinen Freunden. Wir reisten zusammen nach Yakushima, eine Insel südlich von Kagoshima. Ein Naturparadies, wie man es sich nur von Fotobüchern gewohnt ist, einfach wunderschön. Nicht umsonst ist diese Insel ein UNESCO-Weltnaturerbe. Die ältesten Zedernwälder der Welt (Yakusugi Wald), Wasserfälle, und heisse Quellen liessen mich die Zeit vergessen – es war ein spezielles Erlebnis in den Flüssen zu baden. Eine vierstündige Wanderung (Shiratani Trail) bis zum Taikoiwa Berg, von wo man über ganz Yakushima sehen konnte und der Sternenhimmel, wie ich es noch nie beobachtet habe, sorgten für eine unvergessliche Ferienstimmung.
Dazu kam noch, dass wi r in der Dämmerung am Strand von Nagata die Schildkröten beim Eierlegen beobachten konnten, das war wirklich sehr eindrücklich. Übrigens, die Insel Yakushima kennt man auch wegen des Anime-Erfolg „Prinzessin Mononoke“ von Hayao Miyazaki. Nach dem Insel-Aufenthalt ging es dann mit dem Shinkansen nach Tokyo. Vom Zwischenhalt in Hiroshima kann ich aus meiner Sicht nur Trauriges berichten. Bilder und Berichte liessen mich zu Tränen rühren… Die letzten Ferientage verbrachte ich mit meinen Verwandten und Bekannten in Tokyo.